Zeichne die Mittelpunkte von Durchführungen auf Kreppband an, beginne mit kleiner Pilotbohrung und erweitere dann. Forstnerbohrer liefern flache, saubere Kanten im Holz; bei Metall hilft ein Stufenbohrer mit niedriger Drehzahl. Entgrate die Öffnung, setze eine Gummitülle ein und teste den Biegeradius des Kabels. Liegt ein Netzteil innen, bohre zusätzliche Lüftungsöffnungen seitlich oder unten. Halte die Kanten leicht gefast, damit Mantel und Stecker geschont werden und nichts scheuert.
Lege Rillen mit einer Oberfräse oder nutze flache Kabelkanäle unter der Bodenplatte, damit Leitungen elegant verschwinden. Befestige Kabel mit Klett, damit spätere Änderungen kinderleicht sind, und setze magnetische Clips an Stellen, an denen sich Stecker häufig sammeln. Achte auf sanfte Bögen statt enge Knicke, fixiere Steckerteile so, dass sie nicht nach unten rutschen, und plane eine verdeckte Serviceklappe. So bleibt die Oberfläche ruhig, während innen alles logisch und zugänglich organisiert ist.
Nach dem Schleifen bis zur feinen Körnung bringen Öl oder Wachs die Maserung zur Geltung, Lack schützt stärker und bietet farbliche Akzente. Wähle matte Versiegelungen, wenn Fingerabdrücke stören, und füge Kork oder Filz ein, um Geräte rutschfest zu lagern. Vorsicht bei historischen Lacken: nur sanft anschleifen und auf Verträglichkeit achten. Ein zweiter Schliff zwischen den Schichten verbessert das Finish. So entsteht eine Oberfläche, die Alltagsspuren freundlich aufnimmt und zugleich robust bleibt.